Estrichtrocknung

Nach einem Wasserschaden ist oft eine Estrichtrocknung notwendig. Durch eine schnelle Estrichtrocknung wird die Gefahr von Langzeitschäden durch Restfeuchtigkeit nach Wasserschäden oder durch eine Bautrocknung gemindert.

Die Vorteile einer Estrichtrocknung

Estrichtrocknung mit Turbogebläsen
Estrichtrocknung mit Turbogebläsen
  • die Estrichtrocknung verhindert durch Feuchtigkeit verursachte Langzeitschäden am Gebäude
  • durch eine Estrichtrocknung wird dem durchfeuchteten Anhydrit- oder Zementestrich o.a. die überschüssige Feuchtigkeit entzogen und die normale Ausgleichsfeuchte hergestellt
  • vor dem verlegen von Fußbodenbelägen ist eine Estrichtrocknung zur Sicherstellung der Belegreife des Untergrunds geeignet

Die Estrichtrocknung eignet sich für Anhydrit-Estrich, Zement-Estrich, Holz-Estrich, Magnesia-Estrich aber auch für Putzflächen auf Gips- und Zementbasis. Besonders für die schnelle Trocknung der Oberflächen von Fußböden ist die Estrichtrocknung ideal in Verbindung mit Turbogebläsen und verschiedene Trocknungsgeräten.

Prinzip der Estrichtrocknung

Auch bei der Estrichtrocknung kommen wie bei der Estrichdämmschichttrocknung und Hohlraumtrocknung verschiedene Kondens- und Adsorptionstrocknern zum Einsatz.

Estrichtrocknung durch Kondensation

Dort wo es warm und feucht ist
Schematische Darstellung Kondensationsprinzips - Estrichtrocknung
Schematische Darstellung Kondensationsprinzips - Estrichtrocknung

Feuchte Luft wird über ein Kühlelement mittels eines Ventilators geführt. Das Kühlelement senkt die Temperatur der feuchten Luft um ca. 10° C, wodurch Kondenswasser an den Kühllamellen entsteht. Das Kondenswasser wird in einen Behälter gef&uumel;hrt und ist somit der Luft definitiv entzogen. Die jetzt trockene Luft reichert sich wieder mit der vorhandenen Feuchtigkeit der Baumaterialien an und wird wieder entfeuchtet.

Estrichtrocknung durch Adsorption

bis zum letzten Tropfen
Schematische Darstellung Adsorptionsprinzip - Estrichtrocknung

Diese Trocknungsanlagen arbeiten mit einem Sorptionsmittel, das durch seine spezielle Herstellung eine sehr große, interne und hochaktive Kontaktfläche besitzt. Ein Gramm des feinen Granulates (z.B.Silicagel) besitzt eine Fläche von 500 m². In einem einzigen Trockenrad, das sich in einem Adsorptionstrockner (Typ A400) befindet, beträgt die gesamte Kontaktfläche bis zu 800.000 m². Die feuchte Luft strömt durch dieses rotierende Trockenrad, wobei die Wassermoleküle an den Flächen des Silicagels haften bleiben.

Die getrocknete Luft hat eine absolute Feuchte von nur 0,3 g/kg Luft.

Dem feuchtigkeitsbeladenen Trockenrad wird dann durch einen in Gegenrichtung geführten heißen Luftstrom das Wasser wieder entzogen und als Wasserdampf in die Atmosphäre abgegeben.

Siehe auch Thema des Monats Januar 2004: Die Feuchte muss raus ! - Bautrocknung im Neubau